Pflege & Wohnen

Gesundheit und Alter

Den Jahren mehr Leben geben

St. Vinzenz-Vorsterhausen_Senior bastelt

Rückblickend bedauern sie häufig, den Schritt aus den eigenen vier Wänden in ein Pflegeheim viel zu lange hinausgezögert und dafür ständig große Einschränkungen in Kauf genommen zu haben. Deshalb gilt für uns nicht "ambulant vor stationär", sondern "ambulant und stationär".

Die Betreuung von inzwischen überwiegend eingeschränkten und an Demenz erkrankten Bewohnern bedeutet heute für stationäre Pflegeeinrichtungen eine große Herausforderung. Erst recht wenn sie - wie wir - einen hohen Anspruch an die Lebens- und Pflegequalität haben. Unsere Pflege und Betreuung erfolgt unter Berücksichtigung der Lebensgeschichte und der bisherigen Lebensgewohnheiten unserer Bewohner, und findet stets in Abstimmung mit ihnen und/oder mit ihren Angehörigen statt. Wir unterstützen sie dabei, liebgewordene Gewohnheiten beizubehalten, und achten darauf, dass sie ein weitestgehend selbstbestimmtes Leben führen können.

Unsere drei Seniorenheime zeichnen sich durch ihre hohe Lebens- und Pflegequalität sowie ihren je eigenen Charakter aus. Hervorzuhebende Kompetenzen sind die geronto-psychiatrische Pflege von an Demenz erkrankten Personen und die Palliativpflege von Menschen in der letzten Lebensphase, wodurch ihnen ein Zuhause und ein Leben in Würde bis zuletzt geschenkt wird. Bewohner und ihre Angehörigen erfahren, was es bedeutet, "nicht dem Leben mehr Jahre, sondern den Jahren mehr Leben zu geben".

Den Jahren mehr Leben geben durch

Seelsorge

Die "Seel-Sorge" gehört zum Grundauftrag der Kirche. Als kirchliche Häuser beziehen wir daraus die Aufgabe, die bedingungslose Zuwendung Gottes zu den Menschen in unserem Alltag erfahrbar zu machen.

Die seelsorgliche Begleitung von Bewohnern, Angehörigen und auch Mitarbeitern ist ein wesentliches Merkmal unserer christlichen Unternehmenskultur.

Sie vollzieht sich...

  • im karitativen Dienst am Menschen durch Pflege, Versorgung und Betreuung
  • in der Feier der Eucharistie, in der Gestaltung von Gottesdiensten
  • in lebensgeschichtlicher Begleitung
  • in Einzelgesprächen
  • in der Sterbebegleitung
  • in der Verabschiedung von verstorbenen Bewohnern
  • in der seelsorgerischen Begleitung von Mitarbeitern
  • in der Einbindung in die Pastorale der Gemeinden

Diese Aufgaben gehören zu unserem Selbstverständnis bei der Begleitung der uns anvertrauten Menschen und werden von hauptamtlichen Seelsorgern, ausgebildeten seelsorglichen Begleitern, aber auch von unseren Mitarbeitern in der täglichen Arbeit vollzogen.

Pflege bei Demenz

Demenz ist ein Oberbegriff für ein Erkrankungsbild, das mit zunehmendem Verlust der geistigen Funktionen wie logischem Denken, Erinnern und Orientieren einhergeht.

Seit einigen Jahren steigt die Zahl der Bewohner mit dementiellen Erkrankungen. Deshalb haben wir uns in unseren Häusern auf die geronto-psychiatrische Pflege mit einem besonderen Pflege- und Betreuungskonzept spezialisiert.

Demente Bewohner benötigen Verständnis, Orientierung und Unterstützung, damit sie ihr alltägliches Leben gestalten können.

Kernpunkte unseres Betreuungskonzeptes sind:

  • Wertschätzende Haltung gegenüber dementiell veränderten Bewohnern
  • Berücksichtigung der Gewohnheiten und Vorlieben vor dem Hintergrund der Lebens- und Familiengeschichte
  • Flexibles, einfühlsames Eingehen auf die individuellen Beeinträchtigungen und individueller Tagesform
  • Orientierung und Sicherheit durch Bezugspflege, verlässliche Tagesabläufe, alltagsorientierte Beschäftigungsangebote (Wäschepflege, gemeinsames Einkaufen und Kochen, etc.)
  • Möglichkeiten der Sinneswahrnehmung (Kräutergarten, Snoezelen, etc.)
  • Kontinuierliche fachärztliche psychiatrische Betreuung und vernetzte Zusammenarbeit aller am Betreuungsprozess Beteiligten
  • Fachlich ausgebildete und kontinuierlich geschulte Mitarbeiter

Palliative Versorgung

Zunehmend gehören Abschied, Sterbebegleitung, Tod und Trauer zu unserem Alltag in unseren Häusern und stellt besondere Anforderungen an alle Beteiligten. Wir stehen dabei deutlich für ein unantastbares Recht auf Leben und damit ein Sterben in Würde.

Sterbebegleitung als Lebensbegleitung ist ein komplexer Prozess, umfasst einen nicht klar zu bezeichnenden Zeitrahmen, vollzieht sich bei jedem Mensch unterschiedlich und braucht eine multiprofessionelle Zusammenarbeit aller Beteiligten.

Wir versuchen, mit unserer vom christlichen Glauben geprägter Haltung, unserer Begleitung durch Fachkompetenz und menschlicher Anteilnahme, ein würdevolles Lebensende in unseren Häusern zu gestalten:

  • Der Bewohner mit seinen Bedürfnissen und Vorstellungen steht im Mittelpunkt
  • Die Angehörigen sind wichtige Begleiter und werden mit einbezogen
  • Der Arzt gewährleistet eine optimale medizinische Betreuung und sorgt für eine Behandlung der Beschwerden (Schmerz, Unruhe, Luftnot, etc.)
  • Die Mitarbeiter sind fachlich qualifiziert und können sich emotional auf die Erlebniswelt der Bewohner einlassen
  • Der Seelsorger als Bindeglied spendet Trost und Kraft im Glauben

Kurzzeitpflege

Die Kurzzeitpflege ist quasi ein Aufenthalt im Seniorenheim auf Zeit und wird häufig dazu genutzt den Ausfall eines pflegenden Angehörigen bei Urlaub, Krankheit oder Kur zu überbrücken. Die Kurzzeitpflege nutzen auch Menschen, die nach einem Krankenhausaufenthalt noch Unterstützung brauchen.

Bei der Vermittlung eines Kurzzeitpflegeplatzes wenden Sie sich bitte direkt an unsere Seniorenheime. Der Anspruch auf Kurzzeitpflege ist auf vier Wochen pro Kalenderjahr beschränkt. Es empfiehlt sich, vor Organisation einer Kurzzeitpflege zunächst mit der Pflegekasse zu besprechen, welche Leistung im konkreten Fall angebracht ist und was genau finanziert wird.