für Evakuierungen aus gefährdeten Gebieten, Krankentransporte und Fahrten zu medizinischen Einrichtungen. In einem Land, in dem seit fünf Jahren Krieg herrscht, die Wege unsicher und die Ressourcen knapp sind, bedeutet ein verlässlicher Wagen Mobilität - und Mobilität bedeutet Schutz.
Übergabe des Bullis für die Ukrainehilfe: Von links Nils Lehmann und Elmar Marx von der Caritas Hamm sowie Thorsten Hazekamp und Ulli Teege von der Initiative „Rhynern hilft“
Mit dem Kleinbus können Menschen aus Dörfern nahe der Front sicher evakuiert, Verletzte schneller behandelt und medizinische Versorgung erreicht werden. Häufig laufen solche Einsätze militärisch koordiniert - doch ohne funktionierende Fahrzeuge bleiben selbst gut organisierte Rettungen unmöglich. Hier setzt die Spende der Caritas Hamm an und macht direkte Hilfe greifbar. "Solidarität zeigt sich nicht in Worten, sondern im Handeln", sagt Elmar Marx, Vorstand der Caritas Hamm. "Wenn ein Fahrzeug dazu beiträgt, Menschen in Sicherheit zu bringen oder medizinisch zu versorgen, dann ist das die konkrete Hilfe. Dieser Bulli fährt - und er hilft."
Vom Hamm bis nach Kyjiw: Hilfe auf Rädern
Vor der Übergabe wurde geprüft, dass das Fahrzeug den Anforderungen vor Ort gewachsen ist. Nils Lehmann vom Fuhrparkmanagement Caritas Hamm erklärt: "Entscheidend ist die Zuverlässigkeit. Optische Details spielen keine Rolle, wenn Menschen Schutz brauchen. Der Motor muss laufen - auch unter schwierigen Bedingungen."
"Rhynern hilft" ist eine private, ehrenamtlich organisierte Initiative, getragen von Ulli Teege und Thorsten Hazekamp. Seit Beginn des Krieges engagieren sich die Unterstützer*innen unentgeltlich für die Menschen in der Ukraine. Sie transportieren regelmäßig Hilfsgüter bis an die polnische Grenze, von wo ukrainische Partner die Weiterfahrt übernehmen. Manche der Engagierten waren bereits mehr als 30-mal im Einsatz.
Mobilität, die Leben rettet
Mitten im Einsatz: Der von der Caritas Hamm gespendete Bulli unterstützt Helferinnen und Helfer in der Region um Kyjiw – mobil, flexibel und dringend gebraucht.Caritas Hamm
Mit dem roten Flammkreuz auf der Seite fährt der Bulli nun durch die Regionen um Kyjiw - ein sichtbares Zeichen, dass Hilfe unterwegs ist und Menschen Sicherheit bekommen. "Wir erleben immer wieder, wie dringend funktionierende Infrastruktur gebraucht wird", sagt Ulli Teege. "Ein zuverlässiger Einsatzwagen ist kein Luxus, sondern Voraussetzung dafür, Menschen schnell und sicher zu erreichen."
Thorsten Hazekamp ergänzt: "Unsere Arbeit finanziert sich vollständig über Spenden. Dass die Caritas Hamm uns dieses Fahrzeug anvertraut hat, ist ein starkes Zeichen von Vertrauen und gemeinsamer Verantwortung." Neben Fahrzeugen wie diesem werden vor Ort aktuell insbesondere Pumpen benötigt, um die Folgen von Schmelzwasser und Überschwemmungen zu bewältigen. Spenden für die Initiative werden über den eingetragenen Verein Mayday Rhynern abgewickelt.
Für die Caritas Hamm ist die Unterstützung Teil ihres Selbstverständnisses: Hilfe zu leisten, wo Menschen Schutz benötigen - unabhängig von Herkunft, Nationalität oder Religion. Der Bulli aus Hamm ist dafür ein sichtbares Symbol: ein Fahrzeug, das hier vor Ort vielleicht keinen Platz mehr im regulären Dienst hatte, rettet nun Leben weit weg.