Das Projekt "Altengerechte Quartiersentwicklung" des Katholischen Sozialdienstes, das beim Stadtteilbüro Hamm-Westen angebunden ist, will gezielt die Bedarfe älterer Menschen im Westen ermitteln, Begegnung ermöglichen und daraus neue Impulse zur Entwicklung des Stadtteils gerade für Senioren gewinnen.

Ulrike John hat die Projektleitung für die Caritas-Lotsen. Die Diplom-Sozialpädagogin und Gerontologin kann bereits auf ein erfolgreiches Vorgänger-Projekt im Pastoralverbund Hamm-Mitte-Osten verweisen. "Das ist eine absolut sinnvolle Arbeit, die nachgefragt ist", sagt sie. "Sie ist auch für die ehrenamtlichen Lotsen ausfüllend und sinnstiftend."
Im Westen gibt es bisher zwei Lotsen, im gesamten Team sind es zehn. Weil viele Senioren ohne das Netzwerk Familie oder andere soziale Kontakte auskommen müssen, fällt es manchem zunehmend schwerer, den Alltag zu organisieren. Hier setzt das Projekt an.
Auf Wunsch besuchen Ehrenamtliche ältere Menschen zuhause und besprechen ohne Zeitdruck in einer Eins-zu-eins-Betreuung, wo es Hilfebedarf gibt. Im Anschluss werden die entsprechenden Hilfen kontaktiert und auf den Weg gebracht.
Das Projekt wird aus Mitteln der Deutschen Fernsehlotterie gefördert und ist zunächst auf drei Jahre angelegt. Eng vernetzt ist es mit der neuen Altengerechten Quartiersentwicklung im Stadtteil.

Koordinatorin Daisy Klotz, examinierte Gesundheits- und Krankenpflegerin und Sozialarbeiterin (BA), nimmt die Interessen und Bedarfe von älteren Menschen im Westen über die Kulturen hinaus in den Blick. Daraus will sie vorhandene Strukturen und Angebote um Neues ergänzen. Ziel sind - sofern das Corona zulässt - ausdrücklich soziale Kontakte, die einer Vereinsamung entgegenwirken sollen.
Klotz setzt auf den regelmäßigen Austausch mit Vereinen, Organisationen, Institutionen, Gemeinden und Praxen im Westen. Aktuell stellt sie sich gerade im Stadtteil vor. Eng verbunden ist ihre Arbeit auch mit der städtischen Altenhilfe im Westen.
Um ins direkte Gespräch mit den Menschen zu kommen, bietet sie ab dem kommenden Donnerstag eine wöchentliche Sprechstunde an. "Ziel ist es, Angebotslücken zu schließen", sagt sie. Erfahrungen in der Quartiersentwicklung bringt Klotz aus Münster mit.