Für jeden davon gab es 10 Cent - vom Bistum waren das am Ende 690 Euro, vom Verband kamen 310 Euro.
Ulrike John von der Caritas Hamm (Zweite von rechts) und einige der ehrenamtlichen Lotsen feiern die Spende vom Stadtradeln aus Münster. FMichael Bönte / Caritasverband für die Diözese Münster
"Ein tolles Zeichen für die ehrenamtlich Engagierten in unserem Angebot", freut sich Ulrike John über die Nachricht aus Münster. Die Projektleiterin der Caritas Hamm sieht in der Spende vor allem eine Wertschätzung für die 14 Freiwilligen, die ältere Menschen im Hammer Norden im Alltag unterstützen. "Das machen sie in ihrer Freizeit, über viele Jahre, mit viel Herzblut - da tut ein solcher Einsatz von den Radlern in Münster richtig gut." Und deshalb werde das Geld nicht allein für die Deckung der laufenden Kosten des rein spendenfinanzierten Projektes eingesetzt. "Wir werden ihnen davon auch etwas Gutes tun - als verdientes Dankeschön."
Die Unterstützung des Förderprojektes der Caritas Hamm war durch die Initiative "Wege aus der Einsamkeit" des Caritasverbandes für die Diözese Münster vermittelt worden. Die Lotsen besuchen regelmäßig Senioren, die sie beim Einkauf, beim Arztbesuch oder bei bürokratischen Herausforderungen unterstützen. Dort, wo familiäre Hilfen nicht mehr funktionieren und andere Netzwerke die Situation dieser Menschen nicht mehr auffangen, kommen die Lotsen ins Spiel. Sie sind als Gesprächspartner, Fahrer, Vermittler oder Formular-Ausfüller regelrechte Alleskönner und verhindern damit gleichermaßen Vereinsamung, Ausgrenzung und Armut.
Damit zeigt das diesjährige Stadtradeln, wie sich die ursprüngliche Idee des Klimaschutzes mit sozialem Engagement verbinden lässt. Insgesamt nahmen im Mai in der Kommune Münster 479 Teams mit etwa 11.400 Radfahrern teil. Gemeinsam wurden über zwei Millionen Tonnen CO2 vermieden. Die meisten Einzelkilometer für das Lotsen-Projekt in Hamm legte Meret Hagemann aus dem Bischöflichen Generalvikariat in Münster zurück, die mit ihrem Rennrad gut 500 Kilometer beisteuerte.