Zum bundesweiten Hitzeaktionstag am 11. Juni hat die Caritas Hamm deshalb mehr als 300 Menschen in verschiedenen Einrichtungen und Angeboten des Verbandes besucht. Mit Eis, Fächern, Sonnencreme, Getränken und vielen persönlichen Gesprächen machte sie auf die gesundheitlichen Folgen hoher Temperaturen aufmerksam und zeigte ganz praktisch, wie Hitzeschutz im Alltag gelingen kann.
Beim bundesweiten Hitzeaktionstag besuchte die Caritas Hamm unter anderem die Tagespflege St. Elisabeth. Mit Eis, kühlen Getränken und persönlichen Gesprächen machten die Mitarbeitenden deutlich, wie wichtig Hitzeschutz im Alltag ist – und sensibilisierten mehr als 300 Menschen für den sicheren Umgang mit hohen Temperaturen. Anna Eckart, Caritas Hamm
"Hitze ist längst nicht mehr nur ein Wetterphänomen. Sie betrifft Menschen in sehr unterschiedlichen Lebenssituationen und kann schnell zur gesundheitlichen Belastung werden", sagt Marlene Preuß, Qualitätsmanagement- und Nachhaltigkeitsbeauftragte der Caritas Hamm. "Als Caritas erleben wir das in all unseren Arbeitsbereichen - von der Kita bis zur Pflege, von der Bildung bis zur Wohnungslosenhilfe. Deshalb wollen wir nicht nur informieren, sondern ganz praktisch unterstützen und präsent sein, wo Menschen uns brauchen."
Die Aktion führte Mitarbeitende der Caritas Hamm ins Bildungsforum im CreativRevier, in die Kita Sara, in die Tagespflege St. Elisabeth, zu den Seniorenwohnungen am Bockelweg sowie in die Franziskusküche. Stellvertretend für die Vielfalt der Caritas standen diese Orte für unterschiedliche Lebenswelten - und für die Menschen, die der Verband tagtäglich begleitet.
Hitzeschutz dort, wo das Leben stattfindet
Persönliche Gespräche über Hitzeschutz gehörten zum bundesweiten Hitzeaktionstag der Caritas Hamm. In der Tagespflege St. Elisabeth informierten die Mitarbeitenden über den Umgang mit hohen Temperaturen und erreichten gemeinsam mit weiteren Aktionen mehr als 300 Menschen. Anna Eckart, Caritas Hamm
Überall entstanden kleine, aber prägende Momente: Kinder freuten sich über eine kühle Pause im Alltag, in der Tagespflege wurde über den Umgang mit heißen Sommertagen gesprochen, und in der Franziskusküche waren schattige Plätze und kalte Getränke besonders gefragt. Die Aktion zeigte dabei vor allem eines: Hitze betrifft alle - aber nicht alle gleich. Verteilt wurden Fächer, Sonnencreme, Getränke, Caps und Eis. Doch im Mittelpunkt standen nicht die Materialien, sondern die Begegnungen. Viele Gespräche drehten sich darum, wie man gut durch heiße Tage kommt, worauf man achten sollte und wo kleine Maßnahmen bereits einen großen Unterschied machen können.
"Die Freude über ein Eis oder einen Fächer war überall sofort spürbar", sagt Malgorzata Ledwon, Leiterin der Caritas-Tagespflege St. Elisabeth in Hamm-Bockum-Hövel. "Gleichzeitig sind viele Gespräche entstanden, die zeigen, wie wichtig es ist, miteinander im Alltag über solche Themen zu sprechen. Genau darin liegt für uns der Wert dieser Aktion."
Der bundesweite Hitzeaktionstag war für die Caritas Hamm damit weniger eine einzelne Aktion als vielmehr ein Blick in die Praxis der täglichen Arbeit: Menschen begleiten, aufmerksam sein, reagieren, bevor aus Belastung ein Problem wird. Denn Fürsorge beginnt nicht erst im Notfall. Manchmal beginnt sie mit einem Eis, einem schattigen Platz oder der einfachen Frage: "Geht es Ihnen gut?"