Gemeinsam statt einsam

Präventive Hausbesuche

Gemeinsam statt einsam

"Gemeinsam statt einsam" heißt das Projekt der Caritas im Hammer Westen, das sie dabei unterstützt, möglichst lange genau so zu leben, wie sie sich das wünschen.

Um diese Selbstbestimmung zu gewährleisten, ist hier und da Unterstützung nötig. Wenn es etwa darum geht, Angebote oder Termine trotz eingeschränkter Mobilität wahrzunehmen oder darum, die eigene Wohnung barrierefrei zu gestalten.

Mit Petra Schleicher-Marschner, die das Projekt betreut, können individuelle Beratungstermine vereinbart werden. Bei einem Hausbesuch kann dann geklärt werden, welche Hilfe und Unterstützung ganz konkret benötigt wird. Dabei kann es um einen Arztbesuch ebenso gehen wie um den Wunsch, Einkäufe bequemer zu erledigen. Auch alle Fragen rund um Pflege und Versorgung können geklärt werden. Etwa, wenn es darum geht, welcher Antrag bei welcher Behörde zu stellen ist und wie so ein Formular auszufüllen ist.

Darüber hinaus versteht sich das Projekt auch als Interessenvertretung für ältere Menschen. 

Hintergrundinformationen zum Projekt

Gemeinsam statt einsam

Kennzeichen von Altersarmut ist nicht nur materielle Not, sondern vielmehr auch die Erfahrung von Einsamkeit. Dieses Projekt der Caritas im Hammer Westen versteht sich als Prävention gegen Altersarmut und möchte es älteren Menschen ermöglichen, eigenständig und selbstbestimmt in der gewohnten Umgebung zu leben.

Um einen Einblick in die Lebenswirklichkeit von Senioren zu bekommen, wurden bei Hausbesuchen über 200 Interviews geführt. Grundlage war ein vorher erstellter Fragenkatalog. Darin ging es unter anderem darum, welche Veränderungen oder Hilfsmittel sich die Menschen wünschen, wie sie Kontakte pflegen, welche Angebote sie wahrnehmen oder wie sie sich informieren. Die Auswertung erfolgte in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Hamm.

Befragt wurden Menschen zwischen 60 und 95 Jahren. Eine Erkenntnis dabei war, dass das Interesse an einem derartigen Angebot dann wächst, wenn die eigene Mobilität nachlässt. Das beginnt häufig um das 80. Lebensjahr herum. Eine weitere wichtige Erkenntnis war die Erfordernis eines konkreten "Kümmerers" im Quartier, der insbesondere die Menschen aufsucht, deren Mobilität eingeschränkt ist.

Das Projekt soll dabei auch die Funktion einer Schaltstelle einnehmen; zum einen bei der Weitervermittlung etwa an andere Fachdienste, zum anderen aber auch in Form einer Interessenvertretung mit Blick auf kommunalpolitische Entscheidungen.