Stationäre Hilfen

Mädchen-Wohngruppe

Der Verbleib in der Gruppe ist auf Dauer, bis hin zur Verselbstständigung, angelegt.

Durch die große Altersspanne und der geringen Platzzahl werden den Kindern und Jugendlichen intensive, familienähnliche Strukturen geboten. Es werden ein sicherer Lebensmittelpunkt und ein Schutzraum für Mädchen geschaffen, die das individuelle Wohlbefinden und die Weiterentwicklung der Kinder und Jugendliche unterstützen.

Die Möglichkeit der Erhaltung der Bezüge zur Ursprungsfamilien kann gegeben werden. Eine Rückführung ist nicht primär angezielt, aber auch nicht ausgeschlossen.

In der Betreuung werden - altersbezogen - Alltagskompetenzen vermittelt, wie Haushaltsführung, Umgang mit Geld, Abschluss und Bedeutung von Verträgen, verantwortungsbewusster Umgang mit Nikotin oder Alkohol, etc.

  • Mädchen/junge Frauen, die in kleinen Wohngruppen untergebracht werden sollen
  • Mädchen/junge Frauen, die anonym untergebracht werden sollen
  • Mädchen/junge Frauen mit traumatisierenden Lebenserfahrungen wie Gewalt, Missbrauch
  • Mädchen/junge Frauen, die Schutz in einer geschlechtshomogenen Gruppe finden sollen (Entgegenwirkung von Täter- Opfer- Strukturen)
  • Mädchen/junge Frauen, bei denen der Kontakt zur Ursprungsfamilie aufrecht erhalten bleiben soll (Begleitete Besuchskontakte, Elterngespräche, Wochenendbesuche etc.)
  • Mädchen/junge Frauen, die einen dauerhaft sicheren Ort benötigen
  • Mädchen/junge Frauen, die nicht mehr in ihren Familien leben können, aber schon einen so hohen Selbständigkeitsgrad haben, dass sie sich ganz oder teilweise selbst versorgen können, jedoch Anleitung und Anbindung benötigen
  • Mädchen/junge Frauen, die intensive Begleitung und Unterstützung bei der Bewältigung von Problemen benötigen
  • Mädchen/junge Frauen mit seelischen/geistigen Erkrankungen, die eine intensive Überleitung in die eigene Wohnung benötigen
  • Jugendliche Mütter die im Rahmen einer Hilfe nach §19 SGB VIII ihr Kind abgegeben haben

Aufnahmeausschlüsse:

  • Akute Psychose
  • Akute Suizid- oder Fremdgefährdung
  • Akute Alkoholabhängigkeit
  • Akute Drogenabhängigkeit
  • Erziehung, Bildung und Betreuung von Mädchen/jungen Frauen, die dauerhaft nicht mehr in ihren Familien leben können.
  • Herstellung eines Schutzraumes
  • Angebot eines heilenden Klimas, um gemachte Erfahrungen zu bearbeiten
  • Begleitung im Klärungs- und Aufarbeitungsprozess von traumatischen Erfahrungen
  • Erarbeitung und Umsetzung einer schulischen/beruflichen sowie sinnvollen Lebensperspektive
  • Einbindung der jungen Menschen in Angebote des Sozialraumes
  • Entwicklung von ausbildungs- und berufsperspektiven, auch durch Einbeziehung der Jugendberufshilfe der Caritas Hamm
  • Teilhabe an der Gesellschaft ermöglichen
  • Unterstützung in der Beziehungsgestaltung
  • Krisenintervention
  • Verselbstständigung in Trainingswohnungen im Gruppenkontext mit anschließender Überleitung in eine eigene Wohnung
  • Unterstützende und aufklärende Sexualpädagogik
  • Traumasensibler und -pädagogischer Umgang mit abgebenden Müttern, um die Abgabe des Kindes aufzuarbeiten und bekannte Muster zu durchbrechen
  • Eine Zusammenarbeit mit der Ursprungsfamilie (wenn im Hilfeplanverfahren vereinbart)