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Stand: 29.12.2016

Aktuelles

Über 400 alte Handys für Hilfsprojekt in Uganda

Übergabe der gefüllten Handyboxen

Auf den Mülldeponien Afrikas landen zahlreiche Handys, die nicht ordnungsgemäß entsorgt wurden. Dort suchen Kinder nach verwendbaren Materialien, um mit dem Erlös zumindest etwas Geld zum Überleben zu verdienen. Alt werden sie aufgrund der giftigen Stoffe und der Lebensbedingungen jedoch nicht. Die Handys mit ihren wertvollen Rohstoffen ungenutzt in Schubladen verstauben zu lassen, ist jedoch auch nicht sinnvoll. Denn in jedem Handy stecken wertvolle Edelmetalle, die auch in Deutschland fachgerecht recycled werden können.

Deshalb hat youngcaritas Hamm nun im letzten halben Jahr in verschiedenen Einrichtungen der Caritas, aber auch an anderen Standorten in der Stadt, alte Handys gesammelt. "Wir haben Handyboxen mit unserem Logo selbst gebastelt und passend dazu Flyer und Plakate gestaltet", berichtet Susanne Föller von youngcaritas Hamm. "Handys, die in diesen Boxen an uns übergeben worden sind, werden nun in Deutschland recycled. Für die darin enthaltenen Rohstoffe erhalten wir vom Recyclingunternehmen einen Geldbetrag, den wir an ein Projekt für Kinder und Jugendliche in Uganda spenden."

Jugendliche mit gesammelten alten Handys

Die Mehrzahl der Menschen in Uganda sind Kinder unter 18 Jahren. Die zunehmend unsichere Ernährungslage, Krankheiten, häusliche Gewalt und auch fehlende Schulen sind nur einige Faktoren, die Kinder verletzbar machen. Durch den jahrzehntelangen Krieg zwischen der LRA (Lord Resistance Army) und den Regierungstruppen sind viele Kinder Waisen oder Halbwaisen. Mädchen werden in dieser angespannten Lage gern früh verheiratet, Teenagerschwangerschaften sind weit verbreitet. Das mit der Handysammlung begünstigte Projekt von Caritas international denkt zur Linderung der Not der Kinder vor Ort von zwei Seiten her: auf der einen Seite stehen die konkreten Bedürfnisse der betroffenen Kinder. Ihnen bietet das Projekt Schutz, Vertrauenspersonen, medizinische Hilfe. Auf der anderen Seite werden auch Eltern, Betreuer und Verantwortliche aus Staat und Zivilgesellschaft fortgebildet, damit sie ein besseres Umfeld schaffen, in dem die Kinder in Uganda sich gesund entwickeln können.

"Besonders gefreut hat uns, dass sich neben Kitas, Schulen und Caritas-Einrichtungen auch Einzelpersonen gemeldet haben, die in ihrem privaten Umfeld zahlreiche Handys sammeln konnten", freut sich Susanne Föller, die als Caritas-Koordinatorin die Aktionen von youngcaritas Hamm vorantreibt. "Daneben haben zum Beispiel auch eine Arzt- und eine Physiotherapiepraxis sowie Pfarrbüros die Sammlung unterstützt."

Die im Rahmen der Aktion gebastelten Handyboxen sollen nun gleich für das nächste Projekt genutzt werden. youngcaritas Hamm plant momentan eine Sammlung von alten Schreibutensilien, wie Füller, Filzstifte und Kugelschreiber, die dann ebenfalls recycled werden. Der Erlös dieser "Stifte-Sammlung" soll für Schulmaterialien für Mädchen in syrischen Flüchtlingscamps eingesetzt werden. Interessierte, die eine solche Stiftebox aufstellen möchten, können sich schon jetzt an Frau Föller, foeller@caritas-hamm.de, Tel. 02381/144-220 wenden. Weitere Informationen auf: www.youngcaritas.de/hamm

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